In der zweiten Dezemberwoche, während viele bereits gedanklich bei Festtagsvorbereitungen und Geschenken waren, hatte ich die Sitzung der Gemeindevertretung in Nuthetal im Blick. Am Abend des 9. Dezember 2025 tagte das Gremium in der Aula Bergholz-Rehbrücke zum letzten Mal in diesem Jahr. Das Programm war mit 22 Tagesordnungspunkten sehr umfangreich.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen unter anderem die geplante gemeinsame Nutzung eines Gebäudes durch zwei Kindertagesstätten, die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Schulen und die Zukunft der kommunalen Wärmeplanung. Aufgrund meines fachlichen Hintergrundes interessierte mich der geplante Beschluss zur Haushaltssatzung für das Jahr 2026 besonders. Mit diesem Schritt stellt die Politik sicher, dass die Verwaltung auch im neuen Jahr handlungsfähig bleibt.

(Quelle: Interaktiver Haushalt Nuthetal)
Die zugrunde liegende Satzung und der Haushaltsplan verlangen fachkundige Augen und sind für viele selbst erfahrene Ratsmitglieder eine Herausforderung – zumal die finanzielle Lage der Gemeinde sich weiter eintrübt.
Mir fiel auf, wie sorgfältig die Gremienmitglieder einzelne Positionen diskutierten und Anpassungen vornahmen. In Zukunft wird es für Nuthetal jedoch entscheidend sein, die durch das Sondervermögen Kommunale Infrastruktur bereitgestellten Mittel gezielt einzusetzen und so die Gemeinde noch besser für kommende Herausforderungen zu rüsten. Neben dem Blick für Details erfordert dies viel Vorstellungskraft und ein klares Zukunftsbild.
Ein weiterer wichtiger Beschluss betrifft die Entwicklung des Ortsteils Saarmund. Durch den Bebauungsplan Nr. 29 können nun bis zu 90 neue Wohnungen entstehen. Dies könnte insbesondere jungen Menschen zugutekommen, die Nuthetal als Lebensort schätzen oder neu für sich entdecken. Gleichzeitig wächst dadurch die Verantwortung, Kitas, Schulen und andere Infrastruktur zu erhalten und anzupassen.



